Die Erfolgsstory von La Cage aux Folles begann 1973 in Paris, wo die Boulevard-Komödie uraufgeführt und etliche Jahre en suite gespielt wurde. 1983 machten Harvey Fierstein und Jerry Herman aus der französischen Komödie den Broadway-Erfolg. La Cage aux Folles errang im Jahr seiner Uraufführung sämtliche amerikanischen Theaterpreise. Ohne den sonst in dem Genre üblichen Umweg über London kam das Musical 1985 in deutscher Sprache unter dem Titel "Ein Käfig voller Narren" im Berliner Theater des Westens zur europäischen Erstaufführung und war viele Jahre lang ein umjubelter Erfolg in Berlin. Mit Robin Williams machte einer der bekanntesten Filmschauspieler Amerikas in dem gleichnamigen Film eine glänzende Figur. Es ist auch schwer sich in die beiden Hauptfiguren nicht zu verlieben. Georges und sein Freund, pardon sein(e) Lebensabschnittsgefärtin Albin, führen zusammen ein Travestielokal in Saint-Tropez. Alles scheint wunderbar in Ordnung zu sein, ausgenommen die kleinen Eifersüchteleien unter den Stars des Lokals, bis Laurent, Sohn von Georges, heiraten möchte. Das wäre eigentlich auch nicht tragisch, hätte da nicht der zukünftige Schwiegervater Herr Dieulafoi, der in seiner Eigenschaft als konservativer Politiker vehement gegen die Ausbreitung von Sex und Perversion in der Gesellschaft wettert, seinen Besuch angesagt. Als erstes die Wohnung umzugestalten ist ja noch einfach. Doch wie bringt man Albin bei, daß er, als Frau des Hauses, Georges erster Frau zu weichen hat? Doch der Teufel steckt im Detail und Simone als geplante Ehefrau kommt nicht rechtzeitig, so daß nun Albin doch in der Rolle als Gattin glänzen muß. Leider treten während des Diners einige unerwartete Störungen auf und die krampfhaft aufrecht erhaltene bürgerliche Fassade bröckelt langsam aber unaufhaltsam auseinander. Mit viel Improvisation und dank der vor dem Lokal lauernden Presse gelingt es Georges und Albin den Abend, Familie Dieulafoi und die Verbindung von Laurent und Muriel zu retten. Zauberhafte Dialoge, bissige Sprüche, phantastische Kostüme, tolle Chansons und ein Feuerwerk von Gags stecken in dieser Komödie. Sehenswert! Komödie von Joan Poiret, - Inszenierung - 2001: Klaus Hoffmann Übersetzung: Charles Regnier Goerges: Harald Bierlein, Albin: Alexander Wimmer, Francis: Michael Zill, Ramon: Thomas Kiergassner, Mercedes: Georg Reimer, Tabaro: Gert Hessing, Zobra: Sandra Wolf, : Laurent: Rüdiger Eberle, Langedouc: Thomas Stingl, Herr Dieulafoi: Hellmut Hoffmann, Frau Dieulafoi: Johanna Eberle, Anne Dieulafoi: Sandra Münzel, Simone: Brigitte Fritschek, Regieass.: Lydia Söllner, Souffleuse: Dorothe Heumann, Technik: Andreas Obermayer Helfer und vielen Dank: Elisabeth Hoffmann, Isabella Hoffmann, Claudia Fischer, Christine Frischling, Susanne Lauterbach, Heike Quandt, Rainer Neuber Vorschaubild klicken zum Vergrößern